• Hannes Stickler

Faschingsonntagspredigt 2022


gehalten in Tauplitz, am 27. Februar 2022 - 9.00 Uhr Griaß euch und Hallo ihr lieben Leit, es ist mal wieder Faschingszeit. Doch seit Donnerstag oh Schrecken, bleibt das Lachen mir im Halse stecken. Ein Mann der russischen Nation, quillt über vor böser Aggression. und denkt er wär alleine auf der Welt weshalb nur seine eigene Meinung zählt. Über viele Wochen hat er schon gedroht Und vernachlässigt jedes Friedensangebot. Jetzt kamen zu den Worten auch noch Taten, gescheitert ist alles bisherige Beraten. Was er will, das ist klar zu sehen, es gilt gemeinsam dagegen aufzustehen. Diese Krise macht uns Sorgen, was wird aus der Welt, heute und morgen? Jetzt wo sprechen die Waffen Sollten wir es doch endlich raffen, wo nur noch zählen Ego, Geld und Macht, da hat die Diplomatie zu kurz gedacht. Die Not der Menschen im Herz mich bewegt, hoffentlich werden bald die Waffen niedergelegt! Wir wollen doch leben und feiern und lachen Und uns nicht über Vergeltung Gedanken machen. Denn mit dem Balken im eigenen Auge, das ist es, woran ich wirklich glaube, da hätte jeder genug anzuschauen und bräuchte keine Waffen zu bauen, denn wirklich verändern ihr lieben Leute, kann ich nur mich selbst, und zwar am besten – noch heute! Das gilt für die Politik und auch im Kleinen, nur wer umkehrt ist mit sich im Reinen. Drum: hört bitte auf große Reden zu spucken Zieh deinen Balken, um dich zur Recht zu rucken. Doch auch die Kirche sollte erkennen, und die eigenen Balken endlich benennen. Klerikalismus und Machtmissbrauch Gibt es in frommen Kreisen auch Und das obwohl man ständig hört, dass der Splitter beim andern gar nicht stört. Vielmehr geht es um die eigene Schuld, doch damit haben wir ganz viel Geduld. Wir reden von Moral und besserem Leben, anstatt auf die Hilfsbedürftigen acht zu geben, die eigene Weste soll weiß und sauber bleiben, das tut inzwischen die Leut aus der Kirch vertreiben, denn Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit ihr Lieben Leut, das wird überall gefordert heut. Drum gilt es nicht nur zu reden, sondern zu handeln, und sich in eine Kirche der Nächstenliebe zu wandeln. Es gilt die Not des andern zu sehen Und daran nicht vorüber zu gehen. Die Richtung zeigt uns Jesus an, sie gilt für jeden, Frau und Mann. Und weil die Botschaft allen gilt, mir schon seit Jahren der Kragen schwillt. Die Botschaft gilt allen, Groß und Klein, drum lasst Alle endlich Priester sein, Taufe, Kommunion und Firmung in dieser Reihe, sind genug für eine würdige Weihe. Die so Berufenen hätten uns ganz viel zu sagen wir sollten als Kirche diesen Schritt mutig wagen. Ganz ohne Corona kommt meine Rede nicht aus, es hat uns begleitet, tagein und tagaus. Es wurde geredet, geschützt und geimpft, auf die Medizin und die Politik geschimpft, es wurde demonstriert und die eigenen Rechte betont, wieso werden die Geimpften für ihre Tatkraft belohnt? Doch wieso nicht ihr lieben Leit, letzten Sommer hatten wir Zeit, Wer wollte damals nicht zum Impfen gehen? Wollte Corona ohne Spritze überstehen? Doch als die nächste Welle kam, da schlugen sie ganze schnell Alarm. Wieso dürfen die das und wir nicht? Wieso wär Impfen Bürgerpflicht? es gilt, wenn wir zusammenhalten, können wir die Zukunft gestalten, wir können dann dem Virus trotzen, denn eine weitere Welle wär zum Kotzen!

Also zieht den Balken, damit ihr könnt sehen, welchen Weg es sich lohnt zu gehen. Dann geht mutig, Schritt für Schritt Und nehmt die Alten und Schwachen mit, So wird erfahrbar Gottes Reich, hier und heute, für alle jetzt gleich. Das Leben ist schön, das Leben ist bunt, sei fröhlich und heiter, das hält dich gesund. Streck deine Wurzeln in die Tiefe hinein, zieh Gottes Quelle und Kraft in dich ein, dann kannst du wachsen, blühen und reifen im Leben die Initiative ergreifen. Dann können wir ernten gute Früchte Verstummen werden die bösen Gerüchte. Träumt mit von einer herrlichen Welt Allem Zerstörerischen in den Weg euch stellt. Folgt Jesus nach, der weiß wies geht, am dritten Tag er aufersteht, selbst Kreuz und Tod kann ihn nicht schrecken, so will auch uns er auferwecken. Ich träume von einer Pfarre mit Freude und Offenheit, das wäre weit mehr als Murren und Betroffenheit, eine Gemeinde, die gemeinsam und mutig die Zukunft gestaltet, und nicht nur die Vergangenheit bewahrt und verwaltet. Damit Lebendigkeit wachsen kann, dabei packen alle an. Denn das ist die Botschaft, die Jesus verkündet, es ist mein Traum, dass die niemals verschwindet. Dem Leben auf der Spur, in seinem Namen, dann sag ich hoffnungsvoll: Adieu und Amen. Quelle - abgewandelt aus einer Fastnachtpredigt von (c) Dekan Eric Klein

Pfarrer-Peter Straße 1

66440 Blieskastel Lautzkirchen

Eric Klein <Eric.Klein(at)bistum-speyer.de> entnommen aus www.predigtforum.at

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